Das Haus mit der Nummer 103 in der St.-Georg-Straße steht an der Ecke zur kurzen Straße Am Reifergraben und ist ein Bau des Architekten Paul Korff. Die Villa ist, wie bei Korffs Bauten aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg charakteristisch, mit viel Dekor versehen. Sowohl der Erker als auch die rechts daneben angeordneten Parterre-Fenster zur St.-Georg-Straße hin sind stark gegliedert und mit Ornamenten versehen. Dabei heben sich die obere Erkeretage und die darüber gelegene Balkonbrüstung besonders kräftig ab. Sorgfältig gestaltet ist auch der zum Reifergraben gelegene Hauseingang. Die Haustür harmoniert mit der schwungvollen Ornamentik über dem Sims ebenso wie mit den kunstvollen Gittern der beiden Seitenfenster und des halbrunden Oberfensters.
Die Villa war 1902 noch in Bau. Erster Eigner war Dr. Hermann Werbeck. Er war der Inhaber der Firma L. Berringer Nachfolger. Das Adressbuch weist das Unternehmen als Zementlager und Fabrik aus. Zementwarenfabrik und Kontor befanden sich Am Reifergraben 2 in unmittelbarer Nähe. 1919 wird der Domänenpächter Wilhelm Grupe neuer Eigentümer der Villa, die 1928 in den Besitz des Korps Vandalia gelangte. Korpsdiener Heinrich Kobrow wohnte im Hause, das schließlich 1939 an den Zahnarzt Dr. Ernst Leverenz ging. Seit Jahren nutzt die Universität das bislang nicht erneuerte Denkmal.